Hinweis zum Hintergrundbild

Blick auf Wangerooge

Zu sehen sind der Westturm und der neue Leuchtturm von Wangerooge von der Fähre aus.

Die östlichste der sieben ostfriesischen Inseln hat mich seit dem ersten Besuch fasziniert. Damals im April 2018 waren die Touristen noch zu zählen, die Saison hatte noch nicht begonnen und nur ein paar Strandkörbe standen am 3 Kilometer langen Sandstrand.

Das heißt, der Strand war noch nicht komplett, es fehlten noch Tonnen an Sand. Im Herbst 2017 hatte eine Sturmflut weite Teile des Strandes weggespült - wie fast jedes Jahr. Nun brachten riesige Laster den Sand aus dem Osten der Insel wieder her. Der Transport ist tideabhängig, das heißt, nur bei Ebbe konnte gearbeitet werden. Auf dem Bild rechts ist ein LKW bei seiner letzten Fahrt im auflaufenden Wasser zu sehen.

Sehr interessant war für mich das unterschiedliche Aussehen der Insel: Im Norden der Sandstrand mit Buhnen und Wellengang, im Süden der Deich und das Wattenmeer – mal mit mal ohne Wasser. Dazwischen Dünen, Fahrradwege und Dorf. Und alles fußläufig erreichbar. Die Insel ist nur zwischen einem und zwei Kilometer breit.

Wangerooge ist ein fragiles Gebilde und in seiner jetzigen Form und Lage von Menschen gemacht. Früher wanderte die Insel wegen der Strömung und des vorherrschenden Westwindes stetig nach Osten. Würde nicht schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts massiver Küstenschutz betrieben, wäre die Insel längst in der Jadeströmung verschwunden.

Eines ist sicher: Dort war ich nicht zum letzten Mal!